Kurze Antwort: So wäschst du TENCEL richtig

TENCEL und Lyocell bei 30–40 °C im Schonwaschgang waschen. Flüssiges Feinwaschmittel verwenden — kein Weichspüler, kein Bleichmittel. Schleuderdrehzahl auf maximal 800 U/min reduzieren. Im Schontrockner bei niedriger Temperatur oder an der Luft trocknen. Auf links drehen, nicht mit rauen Textilien mischen. Fertig.

TENCEL ist eines der besten Materialien für Bettwaren — seidig weich, feuchtigkeitsregulierend, feuchtigkeitsregulierend und nachhaltig produziert. Aber nur, wenn du es richtig pflegst. Falsch gewaschen, kann TENCEL einlaufen, hart werden oder seine besonderen Eigenschaften verlieren.

In dieser Anleitung erfährst du alles, was du wissen musst: die richtige Waschtemperatur, welches Waschmittel tatsächlich geeignet ist, wie du TENCEL trocknest und bügelst, welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest — und wie sich die Pflege von TENCEL-Bettwäsche und TENCEL-Bezügen bei Bettdecken unterscheidet.

Wenn du dich fragst, was TENCEL überhaupt ist und warum es als Material so besonders gilt: Unser ausführlicher Lyocell-Bettwäsche-Guide erklärt Herstellung, Vorteile und Materialvergleich. Hier konzentrieren wir uns auf die Pflege.

Was ist TENCEL? — Das Wichtigste in 30 Sekunden

TENCEL ist der Markenname der österreichischen Lenzing AG für ihre Lyocell-Faser. Lyocell wird aus dem Zellstoff von Eukalyptusholz gewonnen — in einem geschlossenen Kreislaufverfahren, bei dem über 99 % des Lösungsmittels zurückgewonnen werden. Das Ergebnis ist eine Faser, die weicher als Baumwolle, kühler als Seide und nachhaltiger als beides ist.

Für die Pflege sind drei Eigenschaften entscheidend:

  • Hohe Feuchtigkeitsaufnahme: TENCEL kann bis zu 50 % mehr Feuchtigkeit aufnehmen als Baumwolle. Das macht die Faser großartig im Bett — aber empfindlicher beim Waschen, weil sie im nassen Zustand quillt.
  • Glatte Faseroberfläche: Die nanoglatte Oberfläche ist verantwortlich für das seidig-weiche Gefühl. Aggressives Waschen oder falsche Waschmittel können diese Oberfläche aufrauen.
  • Empfindlich gegen Hitze: TENCEL verträgt keine hohen Temperaturen. Je nach Verarbeitung und Ausrüstung vertragen TENCEL-Textilien 40–60 °C. Beachte immer das Pflegeetikett.

Mehr über das Material, seine Herstellung und den Vergleich mit Baumwolle, Seide und Leinen findest du auf unserer Materialseite zu TENCEL.

TENCEL waschen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ob Bettwäsche, Bettdeckenbezug oder Kissenhülle — die Grundregeln beim TENCEL waschen sind immer gleich. Hier ist die komplette Anleitung:

1. Pflegeetikett prüfen

Das klingt offensichtlich, wird aber regelmäßig übersprungen. Jeder Hersteller hat leicht unterschiedliche Empfehlungen, abhängig von der Gewebeart (Satin, Jersey, Perkal) und möglichen Mischgeweben. Das Pflegeetikett ist immer verbindlich — auch wenn du im Internet andere Angaben findest.

2. TENCEL auf links drehen

Drehe Bettwäsche, Bezüge und Kissenhüllen vor dem Waschen auf links. Das schützt die glatte Außenseite vor mechanischer Reibung in der Trommel. Reißverschlüsse schließen, Knöpfe zuknöpfen. So verhinderst du, dass sich die TENCEL-Oberfläche in der Trommel durch Metallteile oder Haken aufraut.

3. Nach Material sortieren

TENCEL gehört nicht mit rauen Textilien in die Trommel. Handtücher, Frottee, Jeans oder Kleidung mit Reißverschlüssen und Nieten können die empfindliche Faseroberfläche beschädigen. Wasche TENCEL am besten mit anderen Feinwäsche-Stücken — oder separat.

4. Trommel maximal zwei Drittel füllen

TENCEL braucht Platz, um sich im Wasser frei bewegen zu können. Zu volle Trommeln führen zu stärkerer mechanischer Reibung — und die ist der natürliche Feind glatter Fasern. Ein Bettbezug-Set (Decke + Kissen) pro Waschgang ist ein guter Richtwert.

5. Schonwaschgang bei 30–40 °C wählen

Die ideale Waschtemperatur für TENCEL liegt bei 30 bis 40 °C. Die meisten Hersteller empfehlen 40 °C als Obergrenze. Für leicht verschmutzte Bettwäsche, die nur nach einer Woche Nutzung gewaschen wird, reichen 30 °C vollkommen aus.

Wähle den Schonwaschgang (auch Feinwäsche- oder Pflegeleicht-Programm). Dieser Modus arbeitet mit mehr Wasser, weniger mechanischer Bewegung und einer reduzierten Schleuderdrehzahl. Genau das, was TENCEL braucht.

6. Schleuderdrehzahl reduzieren

Maximal 800 U/min, besser 600 U/min. Hohe Schleuderdrehzahlen pressen die nassen TENCEL-Fasern zusammen und können dauerhafte Knitterfalten verursachen. Lieber etwas feuchter aus der Maschine nehmen — das beugt auch Knitterfalten vor.

7. Sofort entnehmen

Lass TENCEL nicht in der Trommel liegen. Feuchte Cellulosefasern, die stundenlang zusammengedrückt in der Maschine verbleiben, knittert stark und können muffig riechen. Direkt nach dem Waschgang entnehmen und zum Trocknen aufhängen oder in den Trockner geben.

Tipp:

Wenn du einen extra Spülgang einstellst, werden Waschmittelreste noch gründlicher ausgespült. Das verlängert die Lebensdauer deiner TENCEL-Textilien spürbar — denn Waschmittelrückstände können die Faser mit der Zeit verhärten.

Das richtige Waschmittel für TENCEL

Beim TENCEL waschen ist das Waschmittel mindestens so wichtig wie die Temperatur. Das falsche Mittel kann die Faser dauerhaft schädigen — auch bei perfekter Waschtemperatur.

Flüssiges Feinwaschmittel: Die richtige Wahl

Verwende ein mildes, flüssiges Feinwaschmittel ohne Bleichmittel und ohne optische Aufheller. Flüssige Waschmittel lösen sich bei niedrigen Temperaturen besser auf als Pulver und hinterlassen weniger Rückstände auf der Faser.

Gute Optionen sind pH-neutrale Feinwaschmittel von Frosch, Ecover, Perwoll oder Sonett. Auch Wollwaschmittel funktioniert, da es besonders schonend formuliert ist. Dosiere sparsam nach Herstellerangabe — mehr Waschmittel bedeutet nicht sauberer, sondern mehr Rückstände.

Warum kein Vollwaschmittel?

Vollwaschmittel (ob Pulver oder flüssig) enthalten Bleichmittel, Enzyme und optische Aufheller. Diese Inhaltsstoffe sind für robuste Baumwolle bei 60 °C konzipiert — nicht für empfindliche Cellulosefasern bei 30–40 °C. Bleichmittel greifen die Faserstruktur an. Enzyme können die glatte Oberfläche aufrauen. Optische Aufheller lagern sich auf der Faser ab und verändern das natürliche Aussehen.

Warum kein Weichspüler?

Das ist der häufigste Fehler beim TENCEL waschen: Weichspüler verwenden, weil man denkt, die Wäsche wird davon weicher. Das Gegenteil passiert.

Weichspüler legt einen wachsartigen Film über die Fasern. Bei Baumwolle macht das den Stoff griffiger. Bei TENCEL verstopft dieser Film die Nanoporen der Faser — genau jene Poren, die für die Feuchtigkeitsregulierung und den Temperaturausgleich verantwortlich sind. Die Folge:

  • Die kühlende Wirkung lässt nach
  • Die Feuchtigkeitsaufnahme sinkt drastisch
  • Die bakterienhemmenden Eigenschaften durch Feuchtigkeitsmanagement gehen verloren
  • Der Stoff fühlt sich nach wenigen Wäschen rau statt seidig an

TENCEL ist von Natur aus weich — Weichspüler ist nicht nur überflüssig, sondern kontraproduktiv.

Waschmittel-Übersicht für TENCEL

Waschmittel Geeignet? Warum?
Flüssiges Feinwaschmittel Ja Mild, keine Bleiche, löst sich gut bei 30–40 °C
Wollwaschmittel Ja Besonders schonend, pH-neutral
Colorwaschmittel (flüssig) Bedingt Akzeptabel, aber Feinwaschmittel ist besser
Vollwaschmittel (Pulver) Nein Enthält Bleiche und optische Aufheller
Vollwaschmittel (flüssig) Nein Enzyme können TENCEL-Oberfläche angreifen
Weichspüler Nie Verstopft Poren, zerstört Klimaeigenschaften
Bleichmittel / Chlor Nie Zersetzt die Cellulosefaser irreversibel

Tipp:

Als natürlichen Weichmacher-Ersatz kannst du 50 ml weißen Essig ins Weichspülerfach geben. Essig löst Kalkablagerungen aus dem Wasser, macht die Wäsche weich und hinterlässt keinen Film auf der Faser. Der Essiggeruch verfliegt beim Trocknen komplett.

TENCEL trocknen: Schontrockner oder Lufttrocknung?

Beim Trocknen hast du zwei Optionen — und beide funktionieren, wenn du die Regeln einhältst.

Option 1: Lufttrocknung (empfohlen)

Lufttrocknung ist die schonendste Methode für TENCEL. Hänge die Bettwäsche auf links gedreht auf einen Wäscheständer oder eine Leine. Dabei beachten:

  • Nicht in die pralle Sonne: UV-Strahlung kann Lyocell-Fasern mit der Zeit ausbleichen und spröde machen. Trockne im Schatten oder drinnen bei geöffnetem Fenster.
  • Leicht in Form ziehen: Ziehe die Bettwäsche nach dem Aufhängen glatt. TENCEL glättet sich im Trocknungsprozess von selbst — aber nur, wenn der Stoff nicht verknittert aufgehängt wird.
  • Nicht auswringen: TENCEL im nassen Zustand nicht auswringen oder verdrehen. Die Faser ist nass empfindlicher als trocken. Sanft ausdrücken oder in ein Handtuch einrollen, um überschüssiges Wasser zu entfernen.

Die Trocknungszeit an der Luft liegt bei 4–8 Stunden, je nach Raumtemperatur und Luftzirkulation. TENCEL trocknet deutlich schneller als Baumwolle, weil es Feuchtigkeit effizienter abgibt.

Option 2: Schontrockner bei niedriger Temperatur

Ja, du kannst TENCEL in den Trockner geben — aber nur unter bestimmten Bedingungen:

  • Niedrige Temperatur: Maximal 60 °C, besser die Schonstufe oder „Pflegeleicht"-Einstellung mit reduzierter Hitze
  • Kurze Laufzeit: TENCEL trocknet schnell. Übermäßiges Trocknen führt zu Einlaufen und unnötigem Faserstress. Nimm die Bettwäsche leicht feucht heraus und lasse sie die letzten Prozent an der Luft fertig trocknen.
  • Trommel nicht überladen: Wie beim Waschen braucht TENCEL Platz. Eine zu volle Trommel führt zu Knitterfalten und ungleichmäßiger Trocknung.

Tipp:

Die perfekte Kombination: TENCEL im Trockner 15–20 Minuten antrocknen lassen und dann auf die Leine hängen. So sparst du Zeit und behandelst die Faser trotzdem schonend. Die kurze Trocknerphase lockert die Fasern auf und reduziert Knitterfalten — der Rest passiert an der Luft.

Für eine ausführliche Anleitung zum Thema Trocknen — auch für andere Materialien — lies unseren Guide zum Bettdecke trocknen.

TENCEL bügeln — wenn nötig, dann richtig

Die gute Nachricht: TENCEL muss in den meisten Fällen nicht gebügelt werden. Wenn du die Bettwäsche direkt nach dem Waschen aufhängst und leicht glatt ziehst, fällt der Stoff von selbst geschmeidig. Die natürliche Glätte von Lyocell-Fasern sorgt dafür, dass der Stoff deutlich weniger knittert als Leinen oder Baumwolle.

Falls du trotzdem bügeln möchtest — etwa weil die Bettwäsche zu lange in der Maschine lag oder du ein besonders glattes Ergebnis willst — beachte diese Regeln:

  • Auf links bügeln: Immer von der Innenseite bügeln, um die Außenfläche zu schützen
  • Niedrige Stufe (Stufe 1–2): TENCEL verträgt maximal 110 °C. Die „Seide"- oder „Synthetik"-Einstellung deines Bügeleisens ist richtig. Baumwoll-Stufe ist zu heiß.
  • Leicht feucht bügeln: TENCEL lässt sich am besten bügeln, wenn der Stoff noch leicht feucht ist. Ein Dampfbügeleisen auf niedriger Stufe funktioniert ideal.
  • Kein Dampfstoß: Zu viel Dampf kann Wasserflecken hinterlassen. Lieber gleichmäßig mit leichtem Dampf arbeiten.

Unser Tipp: Wenn du TENCEL-Bettwäsche direkt nach dem Waschen glatt aufhängst oder kurz im Trockner anlockerst, kannst du dir das Bügeln komplett sparen. Die Faser reguliert sich selbst.

Häufige Fehler beim TENCEL waschen — und wie du sie vermeidest

Diese sechs Fehler sehen wir immer wieder. Jeder einzelne kann deine TENCEL-Textilien ruinieren — und alle sind leicht vermeidbar:

Fehler 1: Zu heiß waschen

Die Waschmaschine auf 60 °C stellen, „weil das hygienischer ist". Bei TENCEL ist das der schnellste Weg zum Einlaufen. Die Faser schrumpft bei hohen Temperaturen irreversibel — dein Bettbezug passt danach nicht mehr. 30–40 °C reichen für Hygiene aus, weil TENCEL durch sein Feuchtigkeitsmanagement Bakterienwachstum hemmt.

Fehler 2: Weichspüler verwenden

Der Film des Weichspülers verstopft die Nanoporen. Nach 5–10 Wäschen mit Weichspüler hat dein TENCEL seine kühlende Wirkung und Feuchtigkeitsregulierung weitgehend verloren. Und zurückholen kannst du das nicht einfach — der Schaden ist kumulativ.

Fehler 3: Trommel überladen

Zwei Bettbezug-Sets plus Handtücher in eine 7-kg-Maschine stopfen. TENCEL wird nicht sauber, knittert stark und die mechanische Reibung raut die glatte Faseroberfläche auf. Ein Bettbezug-Set pro Waschgang ist ideal.

Fehler 4: Mit rauen Textilien mischen

Handtücher, Frottee, Jeans oder Kleidung mit Reißverschlüssen gehören nicht in dieselbe Trommel wie TENCEL. Die rauen Oberflächen wirken wie Schleifpapier auf die empfindliche Lyocell-Faser. Das Ergebnis: Pilling und eine zunehmend raue Oberfläche.

Fehler 5: Zu hohe Schleuderdrehzahl

1400 U/min mag bei Handtüchern effizient sein — bei TENCEL presst es die nassen Fasern so stark zusammen, dass dauerhafte Knitterfalten entstehen. Diese „Bügelfalten aus der Maschine" bekommst du auch mit dem Bügeleisen kaum noch raus. Maximal 800 U/min einstellen.

Fehler 6: Nasse TENCEL-Bettwäsche auswringen

Instinktiv greift man zur nassen Bettwäsche und wringt sie aus, um Wasser loszuwerden. Bei TENCEL ist das Tabu. Die Faser ist im nassen Zustand deutlich empfindlicher als trocken. Auswringen kann die Faserstruktur brechen und raue Stellen verursachen. Sanft ausdrücken oder abtropfen lassen.

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TENCEL Bettwäsche vs. TENCEL-Bezug bei Bettdecken — gibt es Unterschiede bei der Pflege?

Ja, es gibt einen praxisrelevanten Unterschied. Auch wenn das Material dasselbe ist, unterscheidet sich die Pflege je nachdem, ob du eine Bettwäsche aus 100 % TENCEL oder eine Bettdecke mit TENCEL-Bezugsstoff wäschst.

TENCEL-Bettwäsche (Bettbezug, Kissenbezug)

Bettwäsche liegt direkt auf deiner Haut und nimmt jede Nacht Schweiß, Hautschuppen und Körperöle auf. Sie wird häufiger gewaschen — alle 1–2 Wochen — und ist als reines Textil relativ unkompliziert:

  • 30–40 °C im Schonwaschgang
  • Flüssiges Feinwaschmittel
  • Trockner bei niedriger Temperatur oder Lufttrocknung
  • Keine besonderen Einschränkungen beim Trommelvolumen

Bettdecke oder Kissen mit TENCEL-Bezug

Hier wird es komplexer, weil du nicht nur den TENCEL-Bezug, sondern auch die Füllung berücksichtigen musst. Eine Bettdecke mit TENCEL-Bezug und Mikrofaser- oder Polyester-Füllung kann anders gepflegt werden als eine mit Daunenfüllung.

  • Waschtemperatur: Richtet sich nach der Füllung, nicht nur nach dem Bezug. Prüfe das Pflegeetikett der gesamten Bettdecke.
  • Fassungsvermögen der Maschine: Eine Bettdecke braucht mindestens eine 7-kg-Trommel (135x200 cm) oder 9 kg (200x220 cm). Zu kleine Maschinen reinigen die Decke nicht richtig.
  • Schleuderdrehzahl: Bei gefüllten Bettdecken maximal 600 U/min — die Füllung muss Raum behalten.
  • Trocknung: Gefüllte Bettdecken brauchen deutlich länger zum Trocknen. Im Trockner bei niedriger Temperatur mit Unterbrechungen, um Verklumpen der Füllung zu verhindern.
  • Waschfrequenz: Bettdecken und Kissen nur 2–3 Mal pro Jahr waschen — vorausgesetzt, du verwendest einen Bettbezug, der wöchentlich gewechselt wird.

Tipp:

Investiere in einen hochwertigen Bettbezug — er schützt die Bettdecke darunter und reduziert die Waschfrequenz der Decke erheblich. Ein TENCEL-Bettbezug, der wöchentlich gewaschen wird, hält die Bettdecke monatelang frisch.

Wie oft sollte man TENCEL waschen?

Weniger ist mehr — das gilt besonders für hochwertige Textilien. Jeder Waschgang beansprucht die Faser mechanisch. Gleichzeitig braucht Bettwäsche aus Hygienegründen regelmäßige Wäsche. Hier sind die Empfehlungen:

TENCEL-Produkt Empfohlene Waschfrequenz Warum?
Bettbezug / Kissenbezug Alle 1–2 Wochen Direkter Hautkontakt, Schweiß und Hautschuppen
Bettlaken / Spannbettlaken Alle 1–2 Wochen Körperkontakt, Feuchtigkeitsaufnahme
Bettdecke mit TENCEL-Bezug 2–3 Mal pro Jahr Durch Bettbezug geschützt, weniger direkte Verschmutzung
Kissen mit TENCEL-Bezug 2–3 Mal pro Jahr Kissenbezug fängt das Meiste ab
Tagesdecke / Überwurf Alle 4–6 Wochen Kein direkter Hautkontakt, geringe Verschmutzung

TENCEL hat einen natürlichen Vorteil: Durch das effiziente Feuchtigkeitsmanagement, das Bakterienwachstum hemmt, riecht TENCEL-Bettwäsche auch nach einer Woche noch deutlich frischer als Baumwolle. Trotzdem solltest du den Rhythmus einhalten — Hautschuppen und Milben machen vor keinem Material Halt.

Für Allergiker gilt: Bettbezüge und Kissenbezüge wöchentlich waschen. Die 40 °C bei TENCEL reichen zusammen mit einem guten Feinwaschmittel für eine hygienische Reinigung aus. Wenn du auf 60 °C angewiesen bist (etwa zur Milbenabtötung), prüfe, ob dein konkretes TENCEL-Produkt das laut Pflegeetikett verträgt.

Alles Weitere zum Thema optimale Waschintervalle für jedes Schlaftextil findest du in unserem Guide zum Bettwäsche waschen.

TENCEL waschen: Zusammenfassung auf einen Blick

Frage Antwort
Bei wieviel Grad TENCEL waschen? 30–40 °C (in der Regel bei 30–40 °C (je nach Produkt auch 60 °C möglich – Pflegeetikett beachten))
Welches Programm? Schonwaschgang / Feinwäsche
Welches Waschmittel? Flüssiges Feinwaschmittel, kein Bleichmittel
Weichspüler? Nie — verstopft die Faserporen
Schleuderdrehzahl? Maximal 800 U/min, besser 600
Trockner erlaubt? Ja, nur bei niedriger Temperatur und kurz
Bügeln nötig? Meist nicht. Wenn doch: Stufe 1–2, auf links
Wie oft waschen? Bezüge alle 1–2 Wochen, Decken 2–3x/Jahr

Für die komplette Pflegeanleitung aller Bettwaren-Materialien — von Baumwolle über Daunen bis Mikrofaser — empfehlen wir unseren Bettwaren waschen: Der komplette Guide.

Häufig gestellte Fragen

Kann man TENCEL bei 60 °C waschen?

In der Regel nein. Die empfohlene Waschtemperatur für TENCEL liegt bei 30–40 °C. Bei 60 °C besteht Einlaufgefahr und die Faserstruktur kann dauerhaft beschädigt werden. Einige Hersteller geben für bestimmte TENCEL-Mischgewebe 60 °C frei — das muss aber explizit auf dem Pflegeetikett stehen. Im Zweifel: 40 °C.

Darf Weichspüler bei TENCEL verwendet werden?

Nein. Weichspüler legt sich als Film über die TENCEL-Faser und verstopft die Nanoporen, die für Feuchtigkeitsregulierung und Kühlung verantwortlich sind. TENCEL ist von Natur aus seidig-weich — Weichspüler ist überflüssig und schadet der Faser. Als Alternative eignet sich ein Schuss weißer Essig im Weichspülerfach.

Läuft TENCEL beim Waschen ein?

Bei korrekter Pflege (30–40 °C, Schonwaschgang) ist Einlaufen kein Problem. TENCEL kann allerdings bei zu hohen Temperaturen oder im heißen Trockner einlaufen — bis zu 5 % Schrumpfung sind bei Fehlbehandlung möglich. Halte dich an die empfohlenen Temperaturen und du hast kein Problem.

Ist TENCEL trocknergeeignet?

Ja, bei niedriger Temperatur. Wähle die Schonstufe oder das Pflegeleicht-Programm deines Trockners. Nicht zu lange trocknen — nimm die Bettwäsche leicht feucht heraus und lass sie an der Luft fertig trocknen. So bleiben die Fasern geschmeidig und die Form erhalten.

Wie wäscht man TENCEL-Bettwäsche, damit sie weich bleibt?

Die drei wichtigsten Regeln: Erstens, flüssiges Feinwaschmittel verwenden — kein Vollwaschmittel und keinen Weichspüler. Zweitens, in der Regel bei 30–40 °C (je nach Produkt auch 60 °C möglich – Pflegeetikett beachten) waschen. Drittens, niedrige Schleuderdrehzahl (max. 800 U/min) und sofort nach dem Waschen entnehmen. Wenn du diese Regeln einhältst, bleibt TENCEL auch nach vielen Wäschen seidig weich.

Kann man TENCEL und Baumwolle zusammen waschen?

Ja, das ist möglich — solange du die Waschbedingungen für TENCEL einhältst (30–40 °C, Feinwaschmittel, Schonwaschgang). Baumwolle verträgt diese Bedingungen problemlos. Achte aber darauf, dass die Baumwoll-Stücke keine raue Oberfläche haben (z. B. grobe Frottee-Handtücher), die die TENCEL-Faser aufrauen könnten.

Wo kann ich TENCEL-Bettwaren kaufen?

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